- Sparsamere Energiequellen -
Durch neue Heizkessel oder Energie aus Licht und Erde kann man auch im Altbau die Ausgaben fürs Heizen halbieren.

Die meisten Altbaubesitzer wohnen in Gebäuden, die schon Jahrzehnte alt sind. Entsprechend schlecht ist das Haus gedämmt und im Keller steht ein veralteter Kessel. Bis zu 500 Kilowattstunden kann beispielsweise ein Jahrhundertwende-Bau pro Quadratmeter und Jahr verbrauchen, das sind umgerechnet 50 Liter Heizöl. Nachkriegsbauten, die 20 bis 30 Jahre alt sind, brauchen zwar nur rund die Hälfte, aber auch das ist immer noch zu viel. Schon allein das Investieren in Heiztechnik bringt viel: 77 Prozent des Energieverbrauchs privater Haushalte geht für die Raumtemperierung drauf. Es folgt die Warmwasserbereitung mit zwölf Prozent, die Haushaltsgeräte haben einen Anteil von neun Prozent und die Beleuchtung verbraucht als Schlusslicht magere zwei Prozent der Energie in einem Privathaushalt.

Alter Kessel raus, neue Heizung rein
Bei weiter steigenden Preisen für Gas und Öl amortisiert sich also ganz sicher eine effizientere Heiztechnik, wobei zusätzlich „kostenlose” Umweltenergien angezapft werden sollten. Eine Beispielrechnung: Ein typisches unsaniertes Einfamilienhaus von 1970 mit 150 Quadratmetern Wohnfläche verheizt durchschnittlich 4.500 Liter Öl im Jahr. Wird statt des Kesseloldtimers eine Anlage mit Brennwerttechnik und Solarwärme eingesetzt, kostet das etwa 12.000 Euro, hat sich aber bereits nach zehn Jahren gelohnt. Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe ist am teuersten, kostet inklusive der Erdbohrung rund 22.100 Euro; dafür spart man pro Jahr 1.450 Euro. Die wirtschaftlichste Möglichkeit zur Senkung des Öl- oder Gasverbrauchs ist ein Brennwertgerät. Man spart durchschnittlich 28 Prozent an Energie, die Ausgaben sind nach sechs Jahren wieder drin. Auch eine Solaranlage bringt mit einmalig 1.500 Euro eine jährliche Ersparnis von 150 Euro.

Doppelpass mit der Sonne
Wer die Heizkosten mit geringem Investitionsaufwand optimieren will, sollte auch eine Kombination aus Sonnenwärme und Öl- oder Gasheizung in Erwägung ziehen. In den Sommermonaten können Solarkollektoren auf einem Süddach die Warmwasserversorgung übernehmen. Und wenn das Eigenheim erstklassig gedämmt ist, kann die Anlage in der Übergangszeit sogar den Heizkessel unterstützen. Die Energie dazu liefert die Sonne quasi gratis. Nach Angaben des Initiativkreises Erdgas & Umwelt kann solch ein Heizduett über 800 Euro im Jahr sparen, bis zu 60 Prozent des Warmwasserbedarfs werden dadurch gedeckt.

Pufferspeicher als Wärmehort
Die gängige Lösung für die Kombination von Solartechnik mit einer herkömmlichen Heizung: Im Technikraum wird ein großer Pufferspeicher mit mehreren Wärmetauschern eingebaut. Er wird im Sommer von den Solarzellen „befeuert”, im Winter kommt die Energie von der Zentralheizung. Wenn der Speicher nicht nur die Warmwasserzapfstellen des Hauses bedient, sondern auch in den Heizungskreislauf eingebunden ist, kann besonders im Frühjahr und Herbst anfallende Solarwärme für das Heizen genutzt werden. Die Ausgaben für Solarkollektoren und Tank sind überschaubar - und je nach Füllstand der öffentlichen Kassen gibt es für solche Investitionen auch zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse. Installateur, Energieberater, Kreditinstitut oder die Verbraucherberatungen können die aktuellsten Informationen liefern!